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Tulum
Tulúm bedeutet auf Mayathan „Mauer“ oder „Festung“. Im 13. und 14. Jahrhundert zählte sie vermutlich zu den größten Städten der Maya. Der spanische Berichterstatter Juan Díaz berichtete 1518, er habe „eine Stadt gesehen so groß wie Sevilla“. Vermutlich repräsentierte Tulúm wegen seiner günstigen Lage am Meer einen wichtigen Handels-Knotenpunkt zwischen den einzelnen Maya-Provinzen und verfügte über ein entwickeltes Verteidigungssystem: Zur Landseite ist die Anlage mit einer mächtigen Mauer umgeben, einem Verteidigungswall, zu dem einst noch ein Wehrgang gehörte. Als religiöses Zentrum war Tulúm noch bei der Ankunft der Spanier bewohnt.
Wer sich für das kulturelle und historische Erbe der Region interessiert, sollte die Mayaruinen in Tulum besuchen, die aus dem Jahr 1200 nach Christus stammen. Sie sind von Cancún oder Playa del Carmen aus gut zu erreichen und bieten vor dem blauen Hintergrund des Karibischen Meeres ausgezeichnete Fotomotive.
Tulum
Biosphärenreservat Sian Ka'an
"Sian Ka'an" kommt aus der Maya -Sprache und bedeutet „der Ort, an dem der Himmel geboren wurde".
In dem Biosphärenreservat befinden sich viele Buchten, Kanäle, Lagunen und Korallenriffe. Die Korallenriffe sind Teil des zweitgrößten Barrier Reefs der Welt, das sich einige hundert Meter vor der Küste Yucatáns entlang zieht. Ein Ausflug durch die Mangroven und Kanäle bietet ein einzigartiges Erlebnis. Es gibt eine vielfältige Fauna und in dem Biosphärenreservat gibt es unter anderem Jaguare, Tapire, Wildschweine, Stachelschweine, Rotwild und Ameisenbären. Optional sollten Sie an einer Bootstour ins Biosphärenreservat teilnehmen, um die enorme Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt kennenlernen. Auf einer Länge von ca. 120 km befinden sich unzählige Mangrovenhaine und Lagunen, Schilfflächen und Savannen, Seen und Cenotes sowie prächtige Korallenriffe. Über 800 Pflanzen-, 100 Säugetier- und 350 Vogelarten wurden hier registriert. Sian Ka'an beherbergt zusätzlich 23 archäologische Plätze der Maya. Aus der Mayazeit stammt auch ein Kanalnetz, das mit den natürlichen Flüssen verbunden wurde.
Sian Ka'an
Chichén Itzá
Die Tempelstadt mit etwa einem Kilometer Durchmesser war um zwei große Cenoten errichtet worden, von denen eine die Wasserversorgung der Stadt sicherstellte. Bewohnt wurde die Stadt nur von Priestern und Regierungsfunktionären, da sie die Hauptstadt eines Maya-Reiches darstellte. Die Bauern, die in der Umgebung Ackerbau betrieben, wohnten um die Anlage herum in Stroh- und Lehmhütten.
Der Name Chichén Itzá besteht aus drei Wörtern aus der Sprache der Itzá-Maya: chi (Mund), chén (Brunnen oder Teich) und itzá (Eigenbezeichnung des Volkes). Zusammengesetzt also: „Der Mund des Brunnens der Itzá“. Mit dem Brunnen war vermutlich die Cenote der Stadt gemeint.
Cenoten sind unterirdische Wasserbecken, die im porösen Erdreich entstanden sind und den Mayas als Sitz des Regengottes Chac heilig waren. Wagen Sie den Sprung ins türkisglasklare Wasser. In Chichén Itzá, sehen Sie die Stufenpyramide des Gottes der gefiederten Schlange, den Tempel der Krieger, den Palast des Jaguar und die Gruppe der Tausend Säulen.
Chichén Itzá
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